PlatonaM ist im Mai bundesweit anzutreffen

von Natanael Arndt am 07.05.2019

TddT2019, Berlin · LSWT2019, Leipzig · InstandhaltungsForum 2019, Dortmund

Unser Projekt PlatonaM wird im Mai auf drei Veranstaltungen präsentiert. Am 14. und 15. Mai 2019 stellen wir PlatonaM im Rahmen der „Tage der digitalen Technologie 2019“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vor. Am 22. Mai 2019 nehmen wir am 7. Leipziger Semantic Web Tag (LSWT2019) teil. In derselben Woche sind wir außerdem vom 22. bis 23. Mai 2019 auf dem InstandhaltungsForum 2019 der TU Dortmund und des Fraunhofer IML anzutreffen.

Wir möchten Sie herzlich zu allen drei Veranstaltungen einladen und freuen uns, mit Ihnen über PlatonaM ins Gespräch zu kommen!

Zu den Veranstaltungen

Am 14. und 15. Mai 2019 präsentiert Andreas Heinecke (InfAI) unser Projekt bei den „Tagen der digitalen Technologien“ in Berlin. Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert und bietet ein Forum für fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen der Industrie, Mobilität, Gesundheit und Energie.

Der 7. Leipziger Semantic Web Tag (LSWT2019) findet am 22. Mai 2019 im INNSIDE Hotel Leipzig mit dem Titel „Linking Research and Enterprise - Wissensgraphen in der Anwendung“ statt. Der LSWT ermöglicht Forschenden, Unternehmen und Organisationen aus der Region und darüber hinaus den Austausch im Bereich semantischer Technologien. Neben vielen weiteren fachverwandten spannenden Vorträgen stellt Natanael Arndt (InfAI) PlatonaM im Data Networks Track vor.

Das InstandhaltungsForum 2019 der TU Dortmund und des Fraunhofer IML findet vom 22. bis 23. Mai 2019 bereits zum 18. Mal statt. Mit dem Schwerpunktthema „Fit for Smart Maintenance“ werden innovative Ansätze einer zukunftsorientierten Instandhaltung diskutiert. Mit dem Vortrag „Verhandlungsumgebung für die Integration prädiktiver Instandhaltungsmaßnahmen in selbststeuernde Produktionssysteme“ zeigen die Referenten Fabian Förster (Fraunhofer IML) und Daniel Müller (TU Dortmund) ein Rahmenwerk für eine simultane Produktions- und Instandhaltungsplanung auf Basis einer auktionsbasierten Verhandlungsumgebung.

Bei der Vorstellung von PlatonaM liegt der Fokus auf der Erläuterung zur konkreten Anwendung digitaler Maschinendaten zur vorausschauenden Instandhaltung und der Umsetzung im Rahmen eines Ökosystems.

Können wir mit Daten in die Zukunft schauen?

Als Menschheit haben wir uns sehr komplexe Werkzeuge für unser Handeln erstellt. Wir merken, dass die Komplexität des Betriebs dieser Maschinen unsere unmittelbaren Fähigkeiten übersteigt und eine Gefahr darstellt, das war auch schon bei den explodierenden Kesseln der frühen Dampfmaschinen der Fall und ist heute nicht anders. Die Gefahren sind nicht immer lebensbedrohlich, sondern umfassen auch Fertigungsabweichungen und viele andere Faktoren. Daten sind ein abstrakter Blick auf die Dinge. Wir erhoffen uns durch Messwerte diese Kontrolle über die Maschinen zurückzugewinnen. Aber auch die Komplexität und Anzahl der Messwerte im digitalen Zeitalter übersteigt mittlerweile unsere Wahrnehmungsfähigkeiten. Der Blick in die Zukunft drückt das Verlangen nach Kontrolle aus. Wir werden die Zukunft der Maschinen nicht vorhersagen können. Wir können jedoch aus der Beobachtung vergangener Ereignisse lernen und momentane Wahrscheinlichkeiten abschätzen, um die Notwendigkeit für Instandhaltungsmaßnahmen zu bestimmen.

Durch diese Zurückerlangung der Kontrolle erhoffen wir uns eine Vergrößerung des Spielraums für Instandhaltungsmaßnahmen, um so Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung effizienter in die Produktion eintakten zu können. Außerdem soll eine Kostenreduktion der Instandhaltung durch eine Verlagerung der kostenintensiven korrektiven zu einer vorbeugenden Instandhaltung erzielt werden.

Wie kann PlatonaM im Sinne eines Ökosystems dabei helfen, Daten zwischen Maschinenhersteller und Maschinenbetreiber auszutauschen?

Neben der prädiktiven Instandhaltung sind die Ziele im PlatonaM Projekt eine Reduktion komplexer Beziehungen zwischen Maschinen-Herstellern und -Betreibern unter Einhaltung der Business Privacy. Es wird ein vernetztes Ökosystem entwickelt, welches aktuelle komplexe Hersteller-Kunden- (1:N) sowie Kunden-Hersteller-Beziehungen (1:M) in einem Netzwerk zusammenfasst und die Beziehungen über eine Plattform bündelt. Die Erhaltung der Hoheit der Dateninhaber über ihre Daten ist in der Architektur ein Grundprinzip. Über die Plattform können Dienstleistungen auf den Daten unter Beachtung der Business Privacy für alle Teilnehmenden angeboten werden. Die Plattform hilft den Datenaustausch zu vereinfachen und die Business Privacy zu wahren.